GEMEINSAM FÜR EINEN SICHEREN SPORT: DREI VEREINE SETZEN EIN STARKES ZEICHEN
Der Schutz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor Gewalt im Sport ist eine gemeinsame Aufgabe aller Vereine. Gleich drei Sportvereine aus dem Kreis Warendorf haben sich in den vergangenen Monaten intensiv mit diesem wichtigen Thema auseinandergesetzt und damit ein deutliches Zeichen für Verantwortung, Respekt und Achtsamkeit gesetzt: der Hap-Ki-Do Club Oelde, die DLRG Ortsgruppe Ostbevern und Grün-Weiß Westkirchen.
Begleitet wurden die Vereine dabei von Inga Teckentrup, Fachkraft „Schutz vor Gewalt“ beim Kreissportbund Warendorf.
Hap-Ki-Do Club Oelde wird Teil des Qualitätsbündnisses
Der Hap-Ki-Do Club Oelde konnte nach mehr als zwei Jahren intensiver Arbeit erfolgreich in das Qualitätsbündnis „Schutz vor Gewalt im Sport“ des Landessportbundes NRW aufgenommen werden.
Den Auftakt bildete die Sensibilisierung der Vereinsmitglieder im Rahmen einer Mitgliederversammlung. Es folgten Workshops für Trainer*innen, Vereinsverantwortliche und Eltern, in denen Grenzverletzungen, Risikosituationen und präventive Maßnahmen im Vereinsalltag thematisiert wurden. Anschließend wurde eine umfassende Risikoanalyse durchgeführt, aus der ein vereinseigenes Schutzkonzept entstand.
Gemeinsam mit Bettina Behrend, Abteilungsleitung Hap-Ki-Do, entwickelte Inga Teckentrup das Konzept weiter und passte es an die Strukturen des Vereins an. Auch die neue Axtbacharena wurde dabei unter dem Blickwinkel des Schutzes vor Gewalt betrachtet und in das Konzept aufgenommen.
Die offizielle Übergabe von Schild und Urkunde fand im Rahmen einer Trainingseinheit in der neuen Axtbacharena statt. Zahlreiche Sportlerinnen, Trainerinnen und Eltern nahmen daran teil. Dabei wurde deutlich gemacht, dass ein Schutzkonzept nur dann wirksam ist, wenn es im Vereinsalltag gelebt wird und alle Vereinsmitglieder Verantwortung übernehmen.
Mit der Aufnahme in das Qualitätsbündnis setzt der Hap-Ki-Do Club Oelde ein sichtbares Zeichen für einen sicheren und respektvollen Sportverein.
DLRG Ortsgruppe Ostbevern wird Teil des Qualitätsbündnisses
Auch die DLRG Ortsgruppe Ostbevern wurde für ihr Engagement ausgezeichnet und wurde in das Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter und interpersoneller Gewalt aufgenommen
Der Weg dorthin begann mit der Teilnahme an einer Schreibwerkstatt des Kreissportbundes Warendorf. In mehreren Arbeitstreffen beschäftigten sich die Verantwortlichen intensiv mit den Bausteinen eines Schutzkonzeptes. Gemeinsam wurden Leitbild, Risikoanalyse, Verhaltensregeln und konkrete Maßnahmen entwickelt, die auf die Besonderheiten des Vereins abgestimmt sind.
Ein wichtiger Meilenstein war außerdem die Qualifizierung vereinsinterner Ansprechpersonen, die künftig als vertrauliche Ansprechpartner*innen für Fragen und Anliegen rund um das Thema Schutz vor Gewalt zur Verfügung stehen.
Ergänzend fand im Beverbad ein Sensibilisierungsworkshop für alle im Verein tätigen Personen statt. Dabei wurden Themen wie Gewaltformen, Nähe und Distanz, Grenzverletzungen und Prävention praxisnah behandelt.
Mit der Auszeichnung wird die intensive Arbeit der DLRG Ortsgruppe Ostbevern gewürdigt. Gleichzeitig ist sie Ansporn, das Schutzkonzept weiterhin aktiv im Vereinsalltag umzusetzen und fortlaufend weiterzuentwickeln.
Sensibilisierungsworkshop bei Grün-Weiß Westkirchen
Auch bei Grün-Weiß Westkirchen stand der Schutz vor Gewalt im Sport im Mittelpunkt. Trainer*innen aus den Bereichen Tanz, Kinderturnen, Tischtennis, Volleyball und Fußball nahmen an einem vereinsinternen Sensibilisierungsworkshop teil.
Inhalte waren unterschiedliche Formen von Gewalt, das Erkennen von Grenzverletzungen sowie ein angemessener Umgang mit herausfordernden Situationen im Vereinsalltag. Darüber hinaus wurden zentrale Bestandteile des vereinseigenen Schutzkonzeptes vorgestellt und besprochen.
Besonders wertvoll war der offene Austausch zwischen den verschiedenen Abteilungen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, eigene Erfahrungen einzubringen, Fragen zu stellen und ihr Handeln zu reflektieren. Dadurch konnten wichtige Impulse für einen respektvollen und sicheren Umgang im Verein gesetzt werden.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Die drei Beispiele zeigen eindrucksvoll, dass Prävention und Schutz vor Gewalt keine einmaligen Projekte sind, sondern langfristige Prozesse. Ob durch die Aufnahme in das Qualitätsbündnis, die Entwicklung eines Schutzkonzeptes oder gezielte Sensibilisierungsmaßnahmen: Der Hap-Ki-Do Club Oelde, die DLRG Ortsgruppe Ostbevern und Grün-Weiß Westkirchen übernehmen Verantwortung und schaffen Strukturen, die Sicherheit, Vertrauen und Respekt fördern.
Der Kreissportbund Warendorf freut sich, die Vereine auf diesem Weg begleiten zu dürfen und bedankt sich bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement zugunsten eines sicheren Sports für alle.
Inga, Amelie, Helmut, Sandra, Elke freuen sich, dass die DLRG Ostbevern der 2. Verein aus der Schreibwerkstatt ist, der nun ins Qualitätsbündnis aufgenommen wurde.
Der Hap-Ki-Do Club Oelde setzt ein starkes Zeichen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen
GW Westkirchen sensibilisiert sein Trainer*innen Team
